Bezirksapostel Koberstein feiert Festgottesdienst im Forum Geesseknäppchen

In Begleitung der Apostel, Bischöfe und Bezirksämter der Gebietskirche feierte Bezirksapostel Koberstein am 12.11.2017 einen Festgottesdienst im Forum Geesseknäppchen in Luxemburg-Stadt. Als Ehrengäste konnten Vertreter anderer Religionsgemeinschaften des Großherzogtums begrüßt werden.

Als Grundlage seiner Predigt, die konsekutiv und simultan übersetzt wurde, wählte der Bezirksapostel das Bibelwort Offenbarung, 21, 6-7

„Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.“

Anhand der Bibelworte „Es werde“ – dem kraftvollen, schaffenden Wort Gottes zu Beginn – über den Opfertod Jesu mit den Worten „Es ist vollbracht“ bis hin zu dem Bibelwort der Offenbarung „Es ist geschehen“ zeigte der Bezirksapostel Etappen des göttlichen Erlösungsplanes auf. Da bei Gott alles Gegenwart sei, ändere sich Gott nicht. Dies sei nicht nötig, weil alles fertig sei. Diese göttliche Dimension gebe Sicherheit.

Die Sakramente bezeichnete der Bezirksapostel als Quellen des Lebens, die man sich nicht verdienen könne. Aus Gnaden würden sie den Verlangenden zuteil. Gott allein – keine Kirche –  entscheide, wer letztlich das Heil erlange. Deshalb solle man mit den Heilzuwendungen Gottes nicht oberflächlich umgehen.

Bezug nehmend auf die Größe Gottes, die menschlich nicht immer verständlich sei, führte Apostel Opdenplatz in seinem Predigtbeitrag unter anderem das Beispiel des im Bibelwort zitierten griechischen Alphabets an. Wer das lateinische Alphabet gelernt habe, halte das griechische für nicht richtig. Der Apostel warnte davor, das eigene Wissen und Weltsicht als absolute Wahrheit zu sehen. Der Mensch könne in seiner Beschränktheit die Dimension Gottes nicht vollumfänglich erfassen.

Bewegende Augenblicke folgten in der Feier des Sakraments des Heiligen Abendmahles für die Entschlafenen nach vorbereitenden, erklärenden Worten des Apostels Haeck.

Anschließend versetzte der Bezirksapostel Hirten Janin in den wohlverdienten Ruhestand. In den letzten Jahren hatte Hirte Janin die belgische Gemeinde Athus als Vorsteher geleitet. Im Laufe seiner Dienstzeit hatte Hirte Janin auch in Luxembourg-Ville und Dudelange als Vorsteher gearbeitet sowie in der Missionsarbeit in Burkina Faso, Mali und Niger mitgewirkt.

Abwechslungsreich und zu Herzen gehend umrahmten Chöre, Kinderchor, Jugendchor und Ensembles der Bezirke Luxemburg und Belgien-Wallonie den Gottesdienst mit zahlreichen, teils eigens arrangierten und komponierten Vorträgen.

Als Souvenir der beiden Bezirke, die der Bezirksapostel an diesem Sonntag zum letzten Mal in seiner aktiven Amtszeit besuchte, erhielt er ein persönlich gestaltetes Fotobuch überreicht und auch ein für diesen Anlass komponiertes und getextetes Lied, das die Chöre beider Bezirke gemeinsam vortrugen.

Im Anschluss an den Gottesdienst nahmen die meisten Gottesdienstteilnehmer an einem großen gemeinsamen Brunch teil und genossen es, den Bezirksapostel noch einmal zu sprechen und in ihrer Mitte zu wissen.

Copyright aller Bilder: Jessica Krämer