Wort zum Monat Feburar 2018

Februar 2018: Liebe erfahren

Jugendliche, die in ihrem Leben keine Liebe erfahren haben – die als Kind nicht geliebt wurden, die ohne Mutterliebe, ohne liebevolles, behütetes Elternhaus aufwachsen mussten, denen man nur mit Kälte und Desinteresse begegnete – sind oft instabile Persönlichkeiten. Leichte Beute für zwielichtige Gestalten, die ihnen Anerkennung und Erfolg versprechen und sie auf die schiefe Bahn bringen. Werden solche jungen Menschen dann straffällig, sprechen Richter oft von einer ungünstigen Sozialprognose: der Weg ins Abseits scheint vorgezeichnet.

Auf geistlichem Gebiet kann man Ähnliches beobachten: Menschen, die sich immer tiefer in Sünde verstricken, weil sie nie die Liebe Gottes erfahren haben. Der Weg ins Abseits, in die Gottferne, in das ewige Getrenntsein von Gott scheint vorgezeichnet. Da beginnt nun unser Auftrag: Im Sünder den zu sehen, der nur sündigt, weil er die Liebe Gottes nicht kennt. Sich ihm zuzuwenden, damit er diese Liebe in seinem Leben erfahren kann. Damit schließlich aus der Erfahrung der Liebe Gottes der Wunsch nach Heil und Erlösung, nach Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde wächst.

Denn eines steht fest: Je stärker die Erfahrung der Liebe Gottes, umso weniger mächtig ist die Neigung zur Sünde.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 03/2018)