Am 15. Mai hatte Dr. Kolnberger von der Universität Luxembourg die Vertreter aller Kirchen und Religionen dazu eingeladen, über ihre Bestattungsriten zu referieren.

Die Verantwortlichen der in Luxemburg aktiven Religionsgemeinschaften hatten die Gelegenheit, den Studenten in Kurzform ihren Umgang mit dem Sterben, dem Tod, der Bestattung und dem Trauern zu beschreiben. Dabei gaben sie auch Erläuterungen über ihre Glaubensvorstellungen vom Jenseits und vom Leben nach dem Tod.

In Anschluss an die Vorträge hatten die Studenten die Möglichkeit, weitergehende Fragen zu stellen, so dass ein sehr breites Feld an Themen abgedeckt werden konnte, z.B. die Gestaltung der Gräber, die Dauer der Trauerzeit und die Seelsorge für die Familie und die Hinterbliebenen.

Als Vertreter der Neuapostolischen Kirche nahm Apostel Clément Haeck an dieser Veranstaltung teil. In seinem Vortrag erklärte der Apostel zwei Aspekte der neuapostolischen Glaubenslehre, die in unserem Umgang mit dem Tod und dem Sterben von besonderer Bedeutung sind:

-der Glaube an die baldige Wiederkunft Jesu Christi, der bei aller Trauer immer wieder die Hoffnung auf ein Wiedersehen begründet;

-das Entschlafenenwesen; besonders die sonntägliche Feier des Heiligen Abendmahls für die Verstorbenen ist ein Zeichen der tiefen Verbundenheit und Gemeinschaft über den Tod hinaus.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es reichlich Gelegenheit zum persönlichen Gespräch zwischen den Studenten und den Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften.

Dieser erste gemeinsame Auftritt der Religionsgemeinschaften an der Universität war auch eine Chance, sich gegenseitig besser kennenzulernen. Aufgrund der herzlichen Atmosphäre wird nun darüber nachgedacht, eine ähnliche Veranstaltung zu anderen wichtigen Themen zu organisieren, z.B. die religiösen Riten im Zusammenhang mit Hochzeit und Ehe.

 

Weiterführende Informationen über das Entschlafenenwesen der Neuapostolischen Kirche finden Sie hier.