Dank für Gottes Gaben in der Schöpfung und verantwortungsvoller Umgang mit ihnen

Die Neuapostolische Kirche feiert das Erntedankfest 2018 am Sonntag, den 7. Oktober 2018 mit Erntedankgottesdiensten. In Luxembourg beginnen diese Gottesdienste um 10 Uhr. Alle aktiven und ehemaligen Gemeindemitglieder, Nachbarn, Freunde und Interessierte sind dazu herzlich willkommen.

Die Botschaften für das Erntedankfest 2018 sind neben der Dankbarkeit für alles, was Gott den Menschen in seiner Schöpfung schenkt auch die Ermunterung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dieser seiner Schöpfung.

Feier des Erntedanktags hat Tradition

Die Feier des Erntedanktags hat Tradition in der Neuapostolischen Kirche. Es gibt vieles, für das der Mensch Gott dankbar sein kann. Der Erntedanktag ist ein guter Anlass, dies zu erkennen und damit Zufriedenheit zu erfahren.

Besuchen Sie uns in unseren Luxemburger Gemeinden.

Besuchen Sie auch die Sonderseite zum Erntedanktag unter www.erntedanktag.de mit weiteren Informationen über das Erntedankfest, seine Geschichte und ähnliche Feste auf den anderen Kontinenten. Für Feinschmecker bietet die Sonderseite auch Rezepte rund um den Kürbis.

Den Anbruch des Reiches Gottes erkennbar machen

Das Johannesevangelium berichtet am Anfang des dritten Kapitels von einem nächtlichen Besuch bei Jesus. Nikodemus, „ein Oberster der Juden”, war zu der Überzeugung gelangt: „Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen…” Nun war er gespannt, wie es weitergehen sollte.

Jesus gab ihm eine überraschende Antwort. Er sprach von einer neuen Geburt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.”

Verständlicherweise fragte sich Nikodemus, wie das gehen sollte. Da wurde die Antwort Jesu noch etwas deutlicher: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.”

Wir erkennen in diesen Worten einen Hinweis auf die Taufe mit Wasser und Heiligem Geist. Diese Sakramente stehen am Anfang der Mitgliedschaft in der Kirche Christi und im Erlösungswerk des Herrn.

Der Verweis auf eine neue Geburt macht allerdings auch deutlich, dass die Hinnahme der Sakramente nicht nur ein formaler Akt ist, sondern etwas definitiv Neues begründet: den Beginn einer Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus. Wir werden zu wahrhaftigen Jüngern Jesu Christi!

Schüler und Lehrer bilden eine Interessengemeinschaft. Sie bleiben für eine begrenzte Zeit zusammen, damit der Schüler sich das Wissen des Lehrers aneignen kann. Danach trennen sich meistens ihre Wege.

Der Jünger lebt mit seinem Meister zusammen. Diese Lebensgemeinschaft „durch dick und dünn” begründet eine Schicksalsgemeinschaft. Auf dem gemeinsamen Weg erleben sie Höhen und Tiefen, Erfolge und Misserfolge, Anerkennung und Ablehnung.

Dabei sieht der Jünger, wie der Meister denkt, spricht und handelt. Er nimmt seine Gefühle und Gedanken wahr. So entwickelt sich diese Lebensgemeinschaft zu einer Wesensgemeinschaft: man kann im Jünger den Meister wiedererkennen!

Liebe Leserin, lieber Leser, die überraschende Antwort Jesu an Nikodemus gilt auch für uns. Die Wiedergeburt aus Wasser und Geist begründet ein neues Leben mit Christus. Wenn wir jeden Tag konsequent wie Jünger mit Christus leben, wird er in uns immer deutlicher wiederzuerkennen sein. So machen wir den Anbruch des Reiches Gottes erkennbar, für uns und für andere!