Das Grosse im Kleinen nicht übersehen

Wir Christen bekennen Jesus Christus als den Sohn Gottes.

Nun hätte man vielleicht erwarten können, dass ein “Sohn Gottes” in einem Palast oder in einem Schloss zur Welt kommen würde.

Dem war nicht so. Jesus Christus wurde in einer Krippe geboren!

Oder anders gesagt: “der Grosse wurde im Kleinen” geboren. In einfachsten Verhältnissen!

Diese Tatsache sollte uns zu denken geben:

  • Wir möchten achtsam sein, um das Grosse im Kleinen nicht zu übersehen!Erwartest du vielleicht Wunder? Oder Heilungen? Oder etwas Spektakuläres?

    Wie wäre es, auf das Kleine zu schauen? Bist du sensibel für die kleinen, jedoch wertvollen Dinge des Alltags? Für ein liebes Wort. Für eine kleine Hilfestellung. Für ein freundliches Lächeln.

  • Der “Grosse”, Jesus Christus, Gottes Sohn, schaut nicht auf uns „von oben herab“!Jesus Christus begegnet auf Augenhöhe, in Demut. Er ist leibhaftig zu uns gekommen!

    Welch eine Liebe und Wertschätzung für uns Menschen! Er  begegnet uns “von Mensch zu Mensch”!

  • Der wahrhaft “Grosse” kreist nicht um sich selbst!Es erübrigt sich, zu  beklagen, wie viele Menschen in unseren Tagen um sich selbst kreisen, um ihre Interessen, ihre Bedürfnisse, ihre Rechte und ihren Ehrgeiz.

    In Jesus Christus erkennen wir das Wesen wahrer Grösse: das Durchbrechen des Egoismus, die Öffnung zum Nächsten, der “grosse Geist”.

An diesen paar Beispielen erkennen wir das Grosse im Kleinen. Liebe Leserin, lieber Leser, mögen wir nie das Grosse im Kleinen übersehen!

Josua – ein Mann voll Gottvertrauen

Über Josua wird eher selten gesprochen. Vielleicht fällt sein Name noch manchmal beim Erwähnen der “Posaunen von Jericho”.

Dabei war er ein echter Vertrauensmann Mose, und zwar von Anfang an, seit dem Auszug Israels aus Ägypten.

Wir finden Josua schon in 2. Mose 17,9 bei der Schlacht gegen die Amalekiter, oder auch in 2. Mose 24, 12 als Begleiter Mose beim Gang auf den Berg zum Empfang der Gesetzestafeln.

Josua war treu und integer. 40 Jahre lang zog das Volk durch die Wüste. Es gab viele Bedrängnisse, Kämpfe und Schwierigkeiten. Trotzdem: beim Murren Mirjams und Aarons (4. Mose 12) oder beim Aufruhr der “Rotte Korach” (4. Mose 16) machte Josua nicht mit. Er hielt stets treu zu Mose.

Als sich das Volk dem Ziel näherte, sandte es 12 Personen aus, um das vor ihnen liegende Land zu erkunden. 10 kamen zurück und waren mutlos. Für sie war die Lage aussichtslos. Josua gehörte mit Kaleb zu den 2 Männern, die voller Zuversicht waren und dem Volk Mut machten. Voll Gottvertrauen sagte er: “Wenn der Herr uns gnädig ist, so wird er uns in dieses Land bringen.” (4. Mose 14, 8)

Als es endlich soweit war und das Volk unter Josua den Jordan überschritten hatte und im verheissenen Land angekommen war, liess sich Josua nicht als Held feiern. Seine ersten Handlungen galten seinem Gott:

  • In Gilgal liess er 12 Denksteine errichten, die in Dankbarkeit an Gottes Beistand und Hilfe verweisen sollten.
  • Er sorgte für die Erneuerung des Bundes zwischen Israel und seinem Gott.
  • Das Volk feierte Passah, also die dankbare Erinnerung an die befreiende Heilstaten Gottes beim Auszug aus Ägypten.

Die Erscheinung des „Fürsten über das Heer des Herrn“ (Josua 5, ab 13) ist geheimnisvoll, aber diese Offenbarung verweist noch einmal auf die enge Bindung Josua an seinen Gott.

Die nachfolgende Schilderung der Einnahme Jerichos beschreibt nicht etwa Taktiken erfolgreicher Kriegskunst, sondern das Gottvertrauen Josuas.

Auch am Ende seines Lebens war es Josua ein Anliegen, das geistliche Erbe des Volkes, den Glauben an den einen Gott zu erhalten. In diesem Zusammenhang fällt der bekannte Satz: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“. Sein Vorbild muss überzeugend gewesen sein, denn das Volk bekannte daraufhin ebenfalls: „Darum wollen wir auch dem Herrn dienen; denn er ist unser Gott“ (vgl. Josua 24, 15-18)

Wir reden bei Josua über einen Mann aus dem 13. Jahrhundert vor Christus. Es waren andere Zeiten und viele Dinge aus dem biblischen Bericht über Josua sind uns heute fremd.

Trotzdem lohnt sich auch für uns ein Rückblick auf Josua, einen treuen und gradlinigen Mann, der aus seinem Gottvertrauen auch in schwierigsten Situationen stets Zuversicht und Mut schöpfte.

„Gerechtigkeit, Gerechtigkeit – Ihr sollst du nachjagen“

Unter diesem Motto versammelten sich dieses Jahr Gläubige vieler christlicher Konfessionen weltweit zum Gebet. Im Rahmen der traditionellen „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ stand das Thema „Gerechtigkeit“ auch im Mittelpunkt der ökumenischen Andacht, die am 20. Januar in der orthodoxen Kirche in Weiler-la-Tour (Luxembourg) stattfand. Alle Mitglieder des Rats Christlicher Kirchen in Luxembourg (www.kierchen.lu) nahmen daran teil.

Während dieser ökumenischen Feierstunde las Bezirksältester Dietmar Gehring einen Text aus dem 5. Buch Mose 16, 18-20 vor, der Prinzipien eines gerechten Justizsystems beschreibt: „Richter und Amtsleute sollst du dir einsetzen in allen deinen Stadttoren, die der Herr, dein Gott, geben wird, in jedem deiner Stämme, dass sie das Volk richten mit gerechtem Gericht. Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch die Person nicht ansehen und keine Geschenke nehmen. Denn Geschenke machen die Weisen blind und verdrehen die Sache der Gerechten. Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben und das Land einnehmen kannst, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.“

Die Neuapostolische Kirche ist seit 2017 Vollmitglied des Rats Christlicher Kirchen in Luxembourg und nimmt seither jedes Jahr an der „Gebetswoche zur Einheit der Christen“ teil.

            

Ein neues Angebot: Gottesdienste in portugiesischer Sprache

Ab Januar 2019 bietet die Neuapostolische Kirche in Luxemburg auch Gottesdienste in portugiesischer Sprache an.

Diese Gottesdienste finden in der Regel am letzten Samstag des Monats in unserer Kirchengemeinde in Differdange statt.

Gottesdienstzeit: 19 Uhr

Adresse: 4 rue Dr. Conzemius, L-4536 Differdange

Unsere Gottesdienste stehen allen Menschen offen. Jeder ist herzlich willkommen, mit uns zu feiern!