Wort zum Monat August 2018

August 2018: Ein Beispiel für Treue

Unter den Gläubigen, die sich durch ihre Treue zu Gott auszeichneten, fallen einem meist Beispiele aus dem Alten Bund ein: Mose, Josua und Kaleb, Daniel, die drei Männer im Feuerofen, David, um nur einige zu nennen.

Mit Beispielen aus dem Neuen Testament tut man sich schon etwas schwerer. Dabei gibt es eine Person, die in diesem Zusammenhang unbedingt zu nennen ist: Maria, die Mutter Jesu. Ihr wurde gesagt, sie werde den Sohn des Höchsten gebären, dem Gott den Thron seines Vaters Davids geben werde; er werde König sein und sein Reich werde kein Ende haben. Und dann steht diese Maria eines Tages unter einem Kreuz und muss zusehen, wie ihr Sohn qualvoll sein Leben aushaucht. Anstatt Königtum und Regentschaft auf dem Thron Davids, ein schmähliches Ende wie das eines Schwerverbrechers. Kann man sich vorstellen, was die Mutter Jesu in diesem Moment für Gedanken durchziehen? Aber Maria ließ sich nicht beirren. Sie blieb treu. Sie blieb bei den Jüngerinnen und Jüngern in Jerusalem und wartete mit ihnen auf die Ausgießung des Geistes. Ein Vorbild der Treue.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 15/2018)

Wort zum Monat Juli 2018

Juli 2018: Für Jesus Christus begeistern

Das Evangelium fasst das Heilshandeln Gottes in Jesu Geburt, seinem Kreuzestod, seiner Auferstehung und seiner Wiederkunft zusammen. Der Glaube an Jesus Christus und die Wiedergeburt aus Wasser und Geist sind der Weg in die dauerhafte Gemeinschaft mit Gott.

Das ist das Evangelium, das ist die gute Nachricht.

Dieses Evangelium wollen wir an unsere Kinder und an unsere Nächsten weitergeben. Ja, wir sind als Christen gesandt und erwählt, dieses Feuer weiter­zutragen. Das geht aber nur, wenn das Feuer für Jesus Christus auch in uns brennt. Es muss von unserem Herzen zum anderen Herzen überspringen, sonst funktioniert das nicht. – Wie ist das ganz konkret möglich?

  • Wir wollen uns selbst noch mehr mit dem Evangelium beschäftigen. Das macht uns die Liebe Gottes zu uns Menschen verständlicher und größer.
  • Wir wollen mit unseren Kindern und den Nächsten über das Evangelium ­sprechen. Dann erfahren sie von Gott, unseren Erfahrungen und von unserer großartigen Zukunft.
  • Wir wollen mit unseren Kindern und den Nächsten gemeinsam beten. Im Gebet erleben wir, dass Gott gegenwärtig ist. Gott hört und Gott antwortet.

Das alles kostet manches Mal ein wenig Zeit, Selbstüberwindung und Mühe. Aber bitte helft mit, dieses Feuer weiterzutragen. Nehmt euch Zeit, dieses Feuer den Kindern, den Nächsten weiterzugeben.

Die Liebe Gottes zu allen Menschen begeistert uns! Lasst uns auch unsere Kinder und unsere Nächsten von der Liebe Gottes begeistern!

Herzliche Grüße und Gottes Segen beim Werben für Jesus Christus,

Jean-Luc Schneider

Impuls aus: „Unsere Familie“ 13/2018

Wort zu Monat Juni 2018

Ein kleines Wölkchen

Juni 2018

Manchmal ist man drauf und dran, den Mut zu verlieren. Man betet, aber es tut sich nichts. So gut wie nichts. Jedenfalls nicht das, was man erwartet. Wie bei Elia, der auf dem Gipfel des Karmel um Regen betet. Er ringt mit Gott, hält den Kopf zwischen den Knien. Einmal, zweimal, dreimal. Jedes Mal schickte er seinen Diener los, um nachzusehen, ob vom Meer her schon Wolken zu sehen seien. Und jedes Mal ist die Antwort: Nichts. Viermal, fünfmal, sechsmal und immer dieselbe Antwort: Nichts zu sehen. Nach dem siebten Gebet kommt der Diener mit der Nachricht: Es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer, wie eines Mannes Hand.

Ein harmloses Wölkchen – ist das die Antwort Gottes auf Elias übermenschliche Anstrengung? Ja! Denn aus der kleinen Wolke wird kurz darauf ein gewaltiger Regen.

Lass dich bitte nicht entmutigen, wenn deine Gebete scheinbar nicht die gewünschte Wirkung haben! Bleib am Beten und halte Ausschau nach der kleinen Wolke, die dir anzeigt: Die Hilfe kommt! Der Segen kommt! Plötzlich wird er da sein!

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 11/2018)

Wort zum Monat Mai 2018

Den Sonntag feiern

Es ist eine segensreiche Tradition, dass wir als Christen den Sonntag feiern. Wir bekennen uns damit zur Auferstehung Jesu Christi.

Innerhalb einer Woche erleben wir manche Ungerechtigkeit, bekommen viel Schlimmes auf der Welt mit. Dann kommen wir am Sonntag zusammen und bekennen: „Jesus Christus ist auferstanden. Er hat den Tod, das Böse, die Sünde überwunden. Er behält das letzte Wort!“ Das ist eine wunderbare Art, die Woche abzuschließen und eine neue Woche zu beginnen.

Wir bekennen uns zur Auferstehung der Toten und hoffen auf unsere Verwandlung.

Wir warten auf die Auferstehung der Toten und die Verwandlung der Lebenden. Was immer wir erlebt haben, was wir durchgemacht haben, was wir gesehen haben: Unsere Hoffnung gründet auf der Auferstehung Christi. Wir setzen ein Zeichen, wenn wir immer wieder am Sonntag zum Gottesdienst zusammenkommen und in unserem Leben dem Wichtigen den ersten Platz einräumen.

Wir bekennen uns zum Guten.

Menschen demonstrieren aus verschiedenen Gründen, auch weil sie zeigen wollen: Wir sind mit diesem oder jenem nicht einverstanden. Wir sehen das anders. Als Christen sind wir mit der Ungerechtigkeit, mit der Herrschaft des Bösen nicht einverstanden. Das zeigen wir auch, wenn wir am Sonntag zum Gottesdienst zusammenkommen. Wir glauben an den Sieg des Guten über das Böse. Wir glauben an die Auferstehung Jesu Christi und seine Wiederkunft.

Lassen Sie uns so jeden Sonntag feiern.

Herzliche Grüße, Ihr

Jean-Luc Schneider

Wort zum Monat April 2018

Die richtigen Fragen

Gott hat den Menschen mit einem freien Willen geschaffen. Er schreibt uns nicht vor, was wir zu tun haben. Er lässt uns immer die Wahl. Du kannst diesen Weg gehen oder den anderen – entscheiden musst du selbst.

Viele hätten gern, dass Gott ihnen die Entscheidung abnimmt. Wie einfach wäre doch alles! Wir kommen zum lieben Gott und fragen: Was soll ich jetzt machen? Soll ich diesen Weg einschlagen oder den anderen? Soll ich nach links gehen oder doch lieber nach rechts? Und er sagt: Geh nach links! Aber dann wäre es seine Entscheidung und nicht unsere. Dann wären wir letztlich Befehlsempfänger.

Die Hilfe des Heiligen Geistes bei Entscheidungen sieht anders aus. Der Heilige Geist hilft, die richtige Frage zu stellen: Kannst du auch dann die Gebote halten, wenn du diesen Weg gehst? Kannst du auch dann dem Herrn dienen, wenn du diese Entscheidung triffst? Kannst du sicher sein, dass dein Nächster keinen Nachteil hat, wenn du so entscheidest?

Lass den Heiligen Geist wirken, wenn du die Frage stellst – dann fällt die Antwort nicht schwer.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 07/2018)

Wort zum Monat März 2018

März 2018: Vergeltung

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Wer sich anstrengt, Einsatz zeigt, schafft und macht, der erfährt Anerkennung und wird für seine Verdienste entsprechend belohnt. Nicht nur materiell, sondern auch in Form von Respekt und Prestige. Wer Leistung bringt, leitet daraus auch das Recht ab, dafür gebührend honoriert zu werden.

Das Prinzip der angemessenen Vergeltung bestimmt unsere Vorstellung von Gerechtigkeit. Wer keine Leistung bringt, hat das Nachsehen. Aber Gott vergilt nicht, Gott schenkt. Ist das nicht ungerecht?

—     Ich war ihm ein Leben lang treu und dann bekommt einer am Ende dasselbe wie ich, der wie der Schächer am Kreuz in buchstäblich letzter Sekunde um Gnade bettelt?

—     Ich arbeite von morgens bis abends bis zum Umfallen für den Herrn und bekomme am Ende nicht mehr als der, der wie der verlorene Sohn am Ende mit schlechtem Gewissen angekrochen kommt und hofft, dass Gott ihm verzeiht?

So schnell sind wir dabei, die Gnade zu rühmen, die Gott uns und auch Seelen in der jenseitigen Welt schenkt. Aber gönnen wir sie wirklich einem, der nichts, absolut gar nichts aufzuweisen hat? Der sie nach unserer Auffassung nicht verdient hat? So viel Verständnis hat kein Mensch. Es sei denn, er ist zur Einsicht gelangt: Ich habe die Gnade auch nicht verdient. Ich habe nichts aufzuweisen, was Gott vergelten müsste. Auch ich bin ganz und gar auf Gnade angewiesen.

—     Lieber Gott, sei mir Sünder gnädig!

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 05/2018)

Wort zum Monat Feburar 2018

Februar 2018: Liebe erfahren

Jugendliche, die in ihrem Leben keine Liebe erfahren haben – die als Kind nicht geliebt wurden, die ohne Mutterliebe, ohne liebevolles, behütetes Elternhaus aufwachsen mussten, denen man nur mit Kälte und Desinteresse begegnete – sind oft instabile Persönlichkeiten. Leichte Beute für zwielichtige Gestalten, die ihnen Anerkennung und Erfolg versprechen und sie auf die schiefe Bahn bringen. Werden solche jungen Menschen dann straffällig, sprechen Richter oft von einer ungünstigen Sozialprognose: der Weg ins Abseits scheint vorgezeichnet.

Auf geistlichem Gebiet kann man Ähnliches beobachten: Menschen, die sich immer tiefer in Sünde verstricken, weil sie nie die Liebe Gottes erfahren haben. Der Weg ins Abseits, in die Gottferne, in das ewige Getrenntsein von Gott scheint vorgezeichnet. Da beginnt nun unser Auftrag: Im Sünder den zu sehen, der nur sündigt, weil er die Liebe Gottes nicht kennt. Sich ihm zuzuwenden, damit er diese Liebe in seinem Leben erfahren kann. Damit schließlich aus der Erfahrung der Liebe Gottes der Wunsch nach Heil und Erlösung, nach Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde wächst.

Denn eines steht fest: Je stärker die Erfahrung der Liebe Gottes, umso weniger mächtig ist die Neigung zur Sünde.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 03/2018)

Wort zum Monat Januar 2018

Gott ist treu

Ein neues Jahr beginnt immer mit Erwartungen: Wie wird das Jahr werden? Was wird es bringen? Man wagt einen Blick in die Zukunft und macht Prognosen, wenn auch unter Vorbehalt.

Auch was die Kirche, was die Bezirke und Gemeinden betrifft, gehen wir mit Erwartungen in das neue Jahr – und auch mit vielen offenen Fragen: Wie wird die Entwicklung der Kirche verlaufen? Was können wir tun, um sie zu beeinflussen? Wie geht es weiter?

Realistisch betrachtet muss man sagen: Wir können die Zukunft nicht vorhersehen. Auch unsere Möglichkeiten, Entwicklungen zu beeinflussen oder gar zu steuern, sind begrenzt. Aber im Unterschied zu allen menschlichen Unternehmungen haben wir einen unumstößlichen Grund, voller Zuversicht, voller Hoffnung und Optimismus in die Zukunft zu gehen. Der Grund unserer Zuversicht heißt: Gott ist treu! Auf sein Wort ist Verlass. Er erfüllt seine Verheißungen. Er steht zu seinen Zusagen. Er wird mit seinen Aposteln sein bis ans Ende der Zeit. Er wird seine Kirche vollenden. Und er wird uns auch im neuen Jahr segnen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 01/2018)