Wort zum Monat April 2018

Die richtigen Fragen

Gott hat den Menschen mit einem freien Willen geschaffen. Er schreibt uns nicht vor, was wir zu tun haben. Er lässt uns immer die Wahl. Du kannst diesen Weg gehen oder den anderen – entscheiden musst du selbst.

Viele hätten gern, dass Gott ihnen die Entscheidung abnimmt. Wie einfach wäre doch alles! Wir kommen zum lieben Gott und fragen: Was soll ich jetzt machen? Soll ich diesen Weg einschlagen oder den anderen? Soll ich nach links gehen oder doch lieber nach rechts? Und er sagt: Geh nach links! Aber dann wäre es seine Entscheidung und nicht unsere. Dann wären wir letztlich Befehlsempfänger.

Die Hilfe des Heiligen Geistes bei Entscheidungen sieht anders aus. Der Heilige Geist hilft, die richtige Frage zu stellen: Kannst du auch dann die Gebote halten, wenn du diesen Weg gehst? Kannst du auch dann dem Herrn dienen, wenn du diese Entscheidung triffst? Kannst du sicher sein, dass dein Nächster keinen Nachteil hat, wenn du so entscheidest?

Lass den Heiligen Geist wirken, wenn du die Frage stellst – dann fällt die Antwort nicht schwer.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 07/2018)

Wort zum Monat März 2018

März 2018: Vergeltung

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Wer sich anstrengt, Einsatz zeigt, schafft und macht, der erfährt Anerkennung und wird für seine Verdienste entsprechend belohnt. Nicht nur materiell, sondern auch in Form von Respekt und Prestige. Wer Leistung bringt, leitet daraus auch das Recht ab, dafür gebührend honoriert zu werden.

Das Prinzip der angemessenen Vergeltung bestimmt unsere Vorstellung von Gerechtigkeit. Wer keine Leistung bringt, hat das Nachsehen. Aber Gott vergilt nicht, Gott schenkt. Ist das nicht ungerecht?

—     Ich war ihm ein Leben lang treu und dann bekommt einer am Ende dasselbe wie ich, der wie der Schächer am Kreuz in buchstäblich letzter Sekunde um Gnade bettelt?

—     Ich arbeite von morgens bis abends bis zum Umfallen für den Herrn und bekomme am Ende nicht mehr als der, der wie der verlorene Sohn am Ende mit schlechtem Gewissen angekrochen kommt und hofft, dass Gott ihm verzeiht?

So schnell sind wir dabei, die Gnade zu rühmen, die Gott uns und auch Seelen in der jenseitigen Welt schenkt. Aber gönnen wir sie wirklich einem, der nichts, absolut gar nichts aufzuweisen hat? Der sie nach unserer Auffassung nicht verdient hat? So viel Verständnis hat kein Mensch. Es sei denn, er ist zur Einsicht gelangt: Ich habe die Gnade auch nicht verdient. Ich habe nichts aufzuweisen, was Gott vergelten müsste. Auch ich bin ganz und gar auf Gnade angewiesen.

—     Lieber Gott, sei mir Sünder gnädig!

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 05/2018)

Wort zum Monat Feburar 2018

Februar 2018: Liebe erfahren

Jugendliche, die in ihrem Leben keine Liebe erfahren haben – die als Kind nicht geliebt wurden, die ohne Mutterliebe, ohne liebevolles, behütetes Elternhaus aufwachsen mussten, denen man nur mit Kälte und Desinteresse begegnete – sind oft instabile Persönlichkeiten. Leichte Beute für zwielichtige Gestalten, die ihnen Anerkennung und Erfolg versprechen und sie auf die schiefe Bahn bringen. Werden solche jungen Menschen dann straffällig, sprechen Richter oft von einer ungünstigen Sozialprognose: der Weg ins Abseits scheint vorgezeichnet.

Auf geistlichem Gebiet kann man Ähnliches beobachten: Menschen, die sich immer tiefer in Sünde verstricken, weil sie nie die Liebe Gottes erfahren haben. Der Weg ins Abseits, in die Gottferne, in das ewige Getrenntsein von Gott scheint vorgezeichnet. Da beginnt nun unser Auftrag: Im Sünder den zu sehen, der nur sündigt, weil er die Liebe Gottes nicht kennt. Sich ihm zuzuwenden, damit er diese Liebe in seinem Leben erfahren kann. Damit schließlich aus der Erfahrung der Liebe Gottes der Wunsch nach Heil und Erlösung, nach Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde wächst.

Denn eines steht fest: Je stärker die Erfahrung der Liebe Gottes, umso weniger mächtig ist die Neigung zur Sünde.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 03/2018)

Wort zum Monat Januar 2018

Gott ist treu

Ein neues Jahr beginnt immer mit Erwartungen: Wie wird das Jahr werden? Was wird es bringen? Man wagt einen Blick in die Zukunft und macht Prognosen, wenn auch unter Vorbehalt.

Auch was die Kirche, was die Bezirke und Gemeinden betrifft, gehen wir mit Erwartungen in das neue Jahr – und auch mit vielen offenen Fragen: Wie wird die Entwicklung der Kirche verlaufen? Was können wir tun, um sie zu beeinflussen? Wie geht es weiter?

Realistisch betrachtet muss man sagen: Wir können die Zukunft nicht vorhersehen. Auch unsere Möglichkeiten, Entwicklungen zu beeinflussen oder gar zu steuern, sind begrenzt. Aber im Unterschied zu allen menschlichen Unternehmungen haben wir einen unumstößlichen Grund, voller Zuversicht, voller Hoffnung und Optimismus in die Zukunft zu gehen. Der Grund unserer Zuversicht heißt: Gott ist treu! Auf sein Wort ist Verlass. Er erfüllt seine Verheißungen. Er steht zu seinen Zusagen. Er wird mit seinen Aposteln sein bis ans Ende der Zeit. Er wird seine Kirche vollenden. Und er wird uns auch im neuen Jahr segnen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 01/2018)